Biografie von M.Schumacher

Am Anfang

Michael Schumacher erblickte am 3. Januar 1969 im nordwestlichen Hürth - Hermühlheim das Licht der Welt. Seine Kindheit war einfach und bescheiden, voll der Traditionen und Gewohnheiten einer typischen Vorstadtfamilie. Seine Eltern Rolf und Elisabeth brachten dem noch jungen Michael Werte wie Disziplin, Respekt, Höflichkeit und Gehorsam bei, und dies gab ihm die Stärke und den Glauben an sich selbst, die ihn später an die sportlichen Erfolge in der Königsklasse des Automobilsports tragen sollte.

Erstmals Power unter sich

In der Nachbarschaft der Familie Schumacher gab es einige junge Männer, die mit Begeisterung an Motoren bastelten, die sie an die Kettcars ihrer Söhne montierten. Rolf Schumacher, Michaels Vater, ließ sich von der Begeisterung anstecken, und so installierte er 1973 das erste Mal einen Motor an einen ausrangierten Kettcar. So wurde Michael im zarten Alter von vier Jahren in die Welt der Go-Karts eingeführt. "Mein Vater nahm mir mein schönes Pedalenkettkar weg und baute diesem einen Motorradmotor ein," erinnert sich heute noch Michael Schumacher. Erst fuhren Vater und Sohn auf einer Wiese, später sogar auf dem Bürgersteig, bis Michael ein Treffen mit einem Laternenpfahl hatte! Daraufhin wechselte man von der Strasse auf die Go-Kartbahn, welche Graf Berghe von Trips gehörte. Auf der in Kerpen gelegenen Bahn spulte das jüngste Mitglied und Fahrer seine ersten Runden in seiner Rennfahrerkarriere.

Seine ersten Siege im Club

Als gerade mal fünfjähriger Junge war er der stolze Besitzer eines eigenen Karts. Es war wohl der billigste Kart, der jemals gebaut worden war, denn Rolf baute den Kart nur aus alten Ersatzteilen. "Mein Go-Kart war nicht schon zwei- oder dreimal sondern bereits 10 oder 12mal gebraucht," erzählt der Deutsche heute. Jetzt ist es wohl klar, dass die Fahrer im Kartclub besseres Material besassen als Michael. Aber Michaels Talent bemerkte man schon damals, und so hatten seine Rivalen meistens das Nachsehen.
Jedoch bewährte sich der aus Ersatzteilen gebaute Kart von seinem Vater Rolf. Michael gewann schon mit sechs Jahren das erste Mal die Klubmeisterschaft. Obwohl seine Rivalen auch dieses Jahr das bessere Material hatten und auch älter waren, konnte Michael Schumacher sich durchsetzen.

Von der Kartbahn in Kerpen – Horrem nach Kerpen – Mannheim

Am 30. Juni 1975 bekam Michael dann Verstärkung, sein Bruder Ralf kam zur Welt, der heute auch in der Königsklasse des Automobilsports mitwirkt. Ab dem Sommer 75 konnte Papa Rolf die Kartbahn in Horrem wenigstens im Sommer leiten. Er verlieh die Go – Karts , reparierte und wartete diese. Seine Frau hatte eine kleine Imbissbude, in der sie Würstchen und Fritten an die hungrigen Fahrer und Zuschauer verkaufte. Mit der Zeit verwandelte sich diese Imbissbude sogar in ein Restaurant. Die Eltern konnten so die beiden Kleinen, Michael und Ralf, jederzeit unterstützen, denn die beiden Brüder drehten in jeder freien Minute Runde um Runde.
Leider lag diese Kartbahn in einem Naturschutzgebiet, darum mussten alle Karts, die auf der Strecke fahren wollten, mit einem speziellen Schalldämpfer ausgerüstet werden. Und weil eben diese Kartbahn in einem Naturschutzgebiet lag, waren besondere Lärmschutzbestimmungen auferlegt, die verhinderten, dass der Club an der Meisterschaft teilnehmen konnte.
Um doch eine Teilnahme zu erreichen, zog die Kartbahn 1978 nach Kerpen – Mannheim um. Es konnten von nun an auf dem Rennring Meisterschaftsrennen ausgetragen werden.

Jürgen Dilk – eine einmalige Hilfe

Eine weitere wichtige Person in der Rennfahrerkarriere von Michael Schumacher war Jürgen Dilk, ein Freund der Familie. Dilk war ein wahrer Fan und Förderer von Michaels Talent. Er finanzierte Michael die Rennen und kaufte ihm einen neuen Kart. Als Gegenleistung erwartete Jürgen Dilk als einziges, dass Michael die Rennen gewann und Pokale nach Hause brachte. Dilk sponsorte den jungen Schumi seit seinen Go – Karttagen bis in die Formel Ford 1600, wo er 1988 rund 25`000 Mark auf den Tisch blätterte, damit Michael in zehn Rennen starten durfte. Die Familie Dilk begleitete aber auch den jungen Michael von Rennen zu Rennen, von England bis Spanien, Frankreich und Belgien.
Ohne Herrn Dilks finanzielle Hilfe hätte Michael Schumacher den Sprung in die Rennwagenkategorie niemals geschafft.

Gastfahrer Michael räumt ab

Michael konnte vor seinem 14. Lebensjahr nur als Gastfahrer an Meisterschaftsrennen teilnehmen, da die deutsche Fahrerlizenz erst ab diesem Alter vergeben wird. Zuvor konnte Michael nur an Kartrennen in Luxemburg teilnehmen, da in diesem Staat die Lizenz schon ab 12 Jahren vergeben wird.
1978/79 bauten die Mitglieder des Kerpener Kartclubs die neue Strecke in Kerpen – Mannheim. Rolf, Michaels Vater, leitete sie. Damit hatte Michael alle Trainingsmöglichkeiten direkt vor seiner Haustür. Michael wurde auf Anhieb Clubmeister und konnte seinen Titel auch ein Jahr später (1980/81) erfolgreich verteidigen.
Mit der in Luxemburg beantragten Lizenz versuchte Michael damit an den deutschen Meisterschaftsläufen 1981 teilzunehmen. Dies wurde jedoch von seinen Rivalen durch einen Einspruch verhindert. Sie befürchteten, dass Michael alle Rennen gewinnen würde und für sie höchstens noch der zweite Platz zu erreichen wäre.

Die lang ersehnte deutsche Fahrerlizenz

1983 bekam nun der 14jährige Michael die lang ersehnte deutsche Fahrerlizenz ausgestellt und konnte damit an den Meisterschaftsrennen in Deutschland teilnehmen. In seinem ersten Jahr mit der deutschen Lizenz gewann Michael die Meisterschaft und wurde Deutscher Junioren – Meister. Auch 1985 konnte Michael seinen Titel verteidigen. Ausserdem holte er den Europameistertitel und wurde Zweiter an der Junioren – Weltmeisterschaft. Erstmals zeigten sich jedoch auch Schattenseiten im Motorsport. Die Kosten für die vielen Reisen schossen schnell in die Höhe und darum konnte Michael nicht mehr an jedem Rennen teilnehmen.

Schulabschluss mit Motivationsloch

Das Jahr 1985 endete mit einem schweren Schock für die deutsche Gemeinde. Stefan Bellof verunglückte tödlich beim 1000 – Kilometer – Rennen in Spa (Belgien). Die ganze Gemeinde war schockiert, und auch Michael fiel in ein Motivationsloch. Ebenfalls wollte Jürgen Dilk sich vom Motorsport zurückziehen.
Während dieser Zeit machte er seinen Realabschluss. Michael ging zur Otto – Hahn Realschule. Zu seinen Lieblingsfächern gehörten Mathematik und Englisch. Dazu zeigte er grosses sportliches Talent im Judo. Nach der Realschule im Jahre 1987 ging Michael in eine Mechanikerlehre bei der Volkswagen – und BMW – Werkstatt.

Das Jahr 1987 – ein einziger Triumphzug

Das Jahr 1987 war ein einziger Triumphzug für Michael. Er wurde mit 15 Punkten Abstand Deutscher Kart Meister, holte sich souverän den Titel Europameister und verpaßte nur um Nasenlänge den Weltmeistertitel. Michael konnte auch Jürgen Dilk , der im Vorjahr zurückgetreten war, wieder für den Motorsport begeistern.
In diesem Jahr startete Michael auch seine Lehre als Kfz – Mechaniker. Er wechselte jedoch bereits nach ein paar Monaten die Lehrstelle. Er ging zum Langenfelder VAG – Händler Willi Bergmeister. Von Bergmeisters Rennwettkampferfahrung konnte der Lehrling Michael nur profitieren. Bergmeister machte in der europäischen Limousinenmeisterschaft mit. Auch konnte Michael bei Bergmeister die Lehre in anderthalb statt der normalen zweieinhalb Jahren machen.

1988 – Sprung in die Nachwuchsformel

Anfang 1988 schaffte es Michaels "Manager" Jürgen Dilk, Michael in zwei Nachwuchsformeln zu bekommen. Er fand Sponsoren, die ihm die Formel König weitgehend bezahlten. Michael wurde souverän Meister in der Formel König. Und auch in der Formel Ford, in der er einige Rennen fuhr, kam er oft aufs Podest. Außerdem nahm Michael an den drei Läufen zur inoffiziellen Formel – Ford – Europameisterschaft teil. Er wurde Zweiter hinter dem Finnen Mika Salo.

Das WTS – Team und Willi Weber

Der nächste Meilenstein auf dem Weg in die Formel – 1 war das WTS – Team und Michaels Beziehung zu seinem späteren Manager Willi Weber. Weber gab Schumacher die Gelegenheit, in der Formel 3, der ersten Stufe zur Formel – 1, zu fahren. Michael musste nicht einmal die normalen 650`000 Mark Sponsorengelder auftreiben. Gleichzeitig bot er ihm einen zehnjährigen Managementvertrag an.
Michael war das ganze Jahr einer der Favoriten für den Formel 3 Titel, neben seinen Mitstreitern Karl Wendlinger und Heinz-Harald Frentzen. Nachdem alle drei Fahrer fast gleich viele Punkte sammeln konnten, gab es zum Saisonende ein hartes Kopf-an-Kopf Rennen. Der Kampf endete damit, dass die drei um nur einen Punkt auseinanderlagen – Wendlinger bekam den Titel mit 164 Punkten und Frentzen und Schumacher mussten sich den zweiten Platz mit je 163 Punkten teilen.

1990/91 – Sprung in die 800PS starke Gruppe C

Auch 1990 fuhr Michael in der deutschen Formel 3, in der er dieses Jahr spielend Meister wurde – 31 Punkte vor seinem nächsten Gegner, Otto Rensing.
Wichtiger war jedoch, daß Michael zum neuen Mercedes Junioren Team gehörte, zusammen mit Karl Wendlinger und Heinz-Harald Frentzen. Zusammen fuhren sie in der Gruppe C, Michael war mit Jochen Mass unterwegs, der Michael viel beibrachte. In den Meisterschaften teilte er sich den fünften Platz.
Nebenbei fuhr Michael noch in der DTM (Deutsche Tourenwagen Meisterschaft) mit. Ihm gelangen jedoch keine guten Ergebnisse, er hatte keine Erfolge in der DTM.
Auch 1991 fuhr Schumi wieder für Mercedes in der Gruppe C, zusammen mit Karl Wendlinger. Michael versuchte es auch noch einmal in der DTM und in einem Formel – 3000 Rennen. In seinem ersten Rennen in Formel – 3000 fuhr er auf Platz 2. Weitere Punkte konnte er jedoch nicht einfahren.

Der Sprung in die Königsklasse des Automobilsports – die Formel - 1

Mercedes-Rennleiter Jochen Neerpasch konnte dann 1991 für Michael ein freies Formel – 1 – Cockpit im Jordan, für angeblich 450`000 Mark, kaufen. In seinem ersten Rennen für seinen neuen Rennstall Jordan schied Michael jedoch das erstemal aus. Das Rennen war in Spa am 25.August 1991. Um diese Strecke kennenzulernen, fuhr Michael diesen mit dem Rad ab. Das erste Qualifikationsrennen war superspannend. Nachdem die ersten beiden fliegenden Runden abgebrochen wurden, fuhr er beim dritten Turn auf den achten Startplatz vor. Fünf Plätze vor seinem Teamkollegen, der seinen 160. Grand Prix bestritt, Andrea de Cesaris. Im zweiten Training fuhr er sogar auf den siebten Startplatz vor. Leider brannte im Rennen nach der ersten Kurve die Kupplung durch!
Ob er damals schon wusste, dass er hier fast jedesmal das Rennen gewinnen kann ?
Nach diesem ersten Rennen gab es jedoch schon wieder neue Vertragsverhandlungen. Michael verliess das Jordan – Team und siedelte zu Benetton über, wo er den Wagen mit der Nummer 19 von Robert Moreno übernahm.
Den Rest der Saison bestritt Michael für einen Neueinsteiger sehr erfolgreich. Er erreichte einmal Platz Nr.5 und zweimal Platz Nr.6. Am Schluß war er auf Position 12 der Fahrerwertung mit insgesamt 4 WM-Punkten.

Seine erste komplette Formel – 1 – Saison

1992 war für Michael ein Lehrjahr. Er mußte lernen, mit einem neuen Team zusammenzuarbeiten, und er mußte neue Rennstrecken kennenlernen. Und er lernte schnell. Schon beim zweiten Lauf, dem Großen Preis von Mexiko, stand Michael mit Mansell und Patrese auf dem Treppchen. Er war überglücklich, als er den ersten Pokal seiner Formel-1-Karriere in den Händen hielt und sich in der Fahrerwertung auf Rang 3 vorgeschoben hatte. Langsam aber sicher merkte nun jeder, dass in Michael Schumacher ein Riesentalent steckt. Denn in seinem achten Rennen bereits auf dem Podium zu stehen, ist schon eine beachtliche Leistung.
Der Höhepunkt für Schumacher in dieser Saison sollte jedoch erst noch kommen. Aus Spa/Belgien konnte der junge Pilot seinen ersten Siegespokal nach Hause nehmen! Ausgerechnet auf dieser Strecke, denn vor einem Jahr begann hier die Formel – 1 Karriere für Michael Schumacher.
Am Ende stand Nigel Mansell als Weltmeister fest, und Riccardo Patrese hatte 56 Punkte, Ayrton Senna 50 und Michael 47. Alle drei konnten noch Vizeweltmeister werden. Patrese und Senna fielen während des Rennens aus. Zum Gewinn der Vizeweltmeisterschaft fehlten Michael nur 0,7 Sekunden auf Gerhard Berger. Aber allen war klar, die ganz große Zeit dieses Talents würde noch kommen.
Dass nicht nur Schumacher bereit war, ganz vorne im Feld mitzumischen, sondern auch sein Team Benetton, zeigten die Testfahrten. Benetton setzte zum ersten Mal ein aktives Fahrwerk ein und ebenfalls neu war die Traktionskontrolle. Als diese Neuerwerbungen das erste Mal eingesetzt wurden, war das Ergebnis überragend. Michael Schumacher war bei Testfahrten 1,2 Sekunden schneller als bei ausgeschalteter Traktionskontrolle.

Saisonziel 1993: Platz drei hinter den Williams !


Um sein Saisonziel, welches er sich gesteckt hatte, zu erreichen, musste Schumi den superschnellen Senna schlagen. Zur Saisonmitte sah es für Michael recht gut aus. Bei den Großen Preisen von Kanada, Frankreich, England und Deutschland holte er mit einem dritten und drei zweiten Plätzen insgesamt 22 Punkte. Leider war der Benetton noch nicht ganz ausgereift, darum musste er in den folgenden Rennen, welche in Ungarn und Italien stattfanden, mit zwei Ausfällen leben können. Schumacher konnte sein Saisonziel daraufhin nicht erreichen. Wohl lag es auch daran, dass er nur einen Sieg einfahren konnte, beim GP von Portugal. Er beendete die Saison 1993 als enttäuschender vierter. Weltmeister wurde Alain Prost auf dem Williams mit 99 Punkten. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Ayrton Senna und Damon Hill. Schumacher konnte nur 52 Punkte sammeln.

1994 – Nach hartem Kampf Weltmeister

Das Jahr 1994 war ein erfreuliches, aber auch ein tragisches Jahr. Tragisch, weil Ayrton Senna in Imola am 1.Mai tödlich verunglückte. Erfreulich für Michael Schumacher und seine Fans, weil Michael das Unglaubliche schaffte und Weltmeister wurde.
Michael war zu Beginn der Saison zwar sehr zuversichtlich über sein neues Arbeitsgerät, den Benetton B194. Das Team machte grosse Fortschritte, in Thema Motor und Traktion des Wagens. Dennoch ging Michael nicht als Titelfavorit in die WM – Saison. Alle glaubten damals noch, dass Ayrton Senna noch mal Weltmeister werden könne. Der beste Fahrer sass im besten Auto mit dem besten Motor. Doch es kam anders, denn Michael konnte 8 Grand Prix für sich entscheiden und sammelte bis Saisonende 92 Punkte, was den WM – Titel bedeutete.
Dies war eine Sensation, denn Michael hatte in diesem Jahr auch viele Rückschläge hinnehmen müssen. Er wurde wegen Regelwidrigkeiten von zwei Rennen disqualifiziert, und für zwei weitere Rennen wurde er gesperrt. Diese Zeit hatte sein nun stärkster Konkurrent, der Brite Damon Hill, genutzt und war bis auf einen Punkt in der WM-Wertung an Michael herangekommen. Das entscheidende und letzte Rennen der Saison wurde in Australien gefahren.
Beide Fahrer standen an diesem Wochenende stark unter Druck. Michael setzte beim Freitagstraining seinen Wagen in eine Mauer, aber glücklicherweise blieb er unverletzt. Am Sonntag, den 13.November, startete das letzte Rennen der Saison 1994. Michael, der nicht aus der Pole startete, führte das Rennen Hundertstel vor Damon Hill an. In der 36. Runde machte der sonst so konzentrierte Schumacher einen Fahrfehler. Er streifte kurz eine Betonwand, doch er schaffte es, vor Damon Hill wieder auf die Strecke zu kommen. In der nächsten Kurve fiel dann die Entscheidung. Hill versuchte mit der Brechstange an Schumacher vorbeizukommen, der jedoch clever die Tür zumachte. Hill berührte Schumacher, der mit einem spektakulären Flug ins Kiesbett flog. Hill kämpfte sich noch bis zur Box durch, musste dort jedoch wegen gebrochener Vorderradaufhängung aufgeben.
Damit stand Michael Schumacher als Weltmeister 94 fest. Ganz Deutschland freute sich mit ihm, und damit war es wohl klar, dass Deutschland wegen Schumacher in einen wahren Formel – 1 Boom ausbrechen wird !!

1995 – Die Schumi – Dominanz

Die Formel – 1 Saison 1995 begann mit einer Überraschung. Michael und David Coulthard von Williams – Renault wurden beim ersten Rennen, dem Grand Prix von Brasilien, disqualifiziert. Die FIA warf den Teams und Fahrern vor, unerlaubte Zusätze dem Treibstoff beigemischt zu haben. Glücklicherweise änderte die FIA ihre Entscheidung, so dass Michael Schumacher 10 Punkte einfahren konnte. Mitte Juni waren dann schon sechs Rennen gefahren, und Michael hatte zur Verteidigung seines Titels bereits 36 Punkte eingesackt. Der Leader im Klassement wurde jedoch dicht verfolgt von Damon Hill. Hill hatte sieben Punkte weniger als Michael. Die Presse spekulierte bereits nach dem Crash in Imola, dass Michael unter dem grossen Druck die Nerven verlieren werde. Wie wir jedoch gesehen haben, war dies überhaupt nicht der Fall. Nach einem weiteren Sieg in Frankreich am 2.Juli 1995 gings ins Heimatland des Verfolgers Hill, nach England. Schumacher wurde von Hill in Silverstone von der Piste geschoben. Nochmals brachen Gerüchte über einen Kleinkrieg zwischen Michael und Hill aus. Was die Teams jedoch verleugneten
Als dann Damon Hill im Williams in Deutschland nach 7200 Metern aus der ersten Kurve rutschte, war wohl die WM schon entschieden. Die 120‘000 Schumi Fans feierten ihren Sieger wie einen König.
Schumacher bestätigte seine Form beim legendären Rennen vom 27.8.1996. Schumacher stand auf dem 16. Startplatz – ein Opfer der Wetterkapriolen in den Ardennen. Bereits nach 15 Runden sass der Champion hinter dem Heck von Damon Hill, welcher das Rennen anführte. Schumacher übernahm nach einem Boxenstopp von Hill die Führung und behauptete diese dank einer risikoreichen Entscheidung. Trotz Regen blieb er auf Slicks (Trockenreifen). Zwar berührte Damon Hill noch den führenden Michael, als dieser bei nasser Fahrbahn mit Trockenreifen Hill mit einer Slalomfahrt aufgehalten hatte. Michael konnte trotz allem einen weiteren Sieg einfahren.
Der Rest der Saison war relativ störungsfrei. Michael gewann drei Rennen, u.a. auf dem Nürburgring, wo er 40 Sekunden Rückstand aufholte und das Rennen gewann, nachdem er Alesi in der vorletzten Runde noch überholt hatte.
Bereits in Aida (Japan), drei Rennen vor Saisonschluss, holte sich Schumi den Pott.
Mit neun gewonnen Rennen in dieser Saison zog Michael mit Nigel Mansell’s Rekord von 1992 gleich und wurde das zweite Mal Weltmeister und damit der jüngste Doppelweltmeister in der Formel 1 Geschichte. Darüber hinaus verhalf Michael dem Benettonteam zu seinem ersten Konstrukteurs-Weltmeister-Titel !
Schumacher holte sich in dieser Saison unglaubliche 102 Punkten. Damon Hill, der WM – Zweite holte sich nur 69 Punkte.

Seine schwerste Saison

1996 hatte Michael bei Ferrari einen neuen Vertrag unterschrieben, der ihm ein Jahresgehalt von 25 Millionen Dollar zusicherte. Ganz Italien war zwar begeistert, dass die Nummer 1 wieder mal auf ihrem Ferrari zu sehen ist. Die Beziehung zwischen Michael und den italienischen Tifosi war am Anfang nicht sehr sonnig. Als er anfangs November auf der eigenen Ferrari – Teststrecke das erste mal seine Runden in einem Ferrari absolvierte, waren Plakate zu sehen, wo drauf stand – Alesi the best! – Schumacher we hate you!-.
1996 war ein interessantes Jahr. Sollte es Michael gelingen, den Titel ein zweites Mal erfolgreich verteidigen zu können? Dies wäre das zweite Mal in der Formel-1-Geschichte, daß ein Fahrer hintereinander dreimal Weltmeister wird. Die Chancen standen sehr schlecht, denn Ferrari war nicht in der Lage, Michael ein siegfähiges Auto zu konstruieren. Obwohl die beiden Ferraris vor Saisonbeginn kaum getestet wurden, starteten sie in Melbourne, beim ersten GP der Saison, von der zweiten Reihe aus. Eddie Irvine war dabei der dritte Rennfahrer, dem es gelang, sich vor Michael zu qualifizieren. Im Rennen konnte Michael, auf Platz drei liegend, gut mithalten. Er schied jedoch nach 33 von 58 Runden aufgrund von Problemen an der Bremsanlage aus.
Beim zweiten GP der Saison konnte Schumi das erste Mal mit Ferrari auf dem Podest stehen – er wurde dritter.
Auch konnte Michael in Argentinien, auf dem Nürburgring, sowie in Imola bemerkenswert nahe an der Williams – Spitzengruppe mitfahren. Auch konnte er in Imola seine erste Pole – Position einfahren, ausgerechnet im Lande Ferraris. Dann überschlugen sich jedoch die Ereignisse. Michael schied in Monaco selbstverschuldet in der ersten Kurve aus, konnte jedoch aus Spanien seinen ersten Siegespokal mit Ferrari heimnehmen. Er deklassierte bei diesem Regenrennen die gesamte Konkurrenz um 2 Sekunden pro Runde!
Dieser Erfolg wurde jedoch von den Pannen der nachfolgenden Rennen überschattet, die beim Großen Preis von Frankreich ihren Höhepunkt fanden, als Michaels Motor in der Aufwärmrunde explodierte. Und genau für dieses Rennen hatte Michael es endlich geschafft, sich für die Poleposition zu qualifizieren. In den nächsten drei Rennen konnte er dann nur 3 Punkte sammeln.
In Spa und Monza kam endlich Michaels Stunde. Er konnte beide Rennen für sich entscheiden, seit 1988 der erste Ferrari-Sieg in Monza: Die italienischen Fans standen Kopf. Ein dritter und danach ein zweiter Platz in den letzten Rennen der Saison rundeten das doch recht erfolgreiche Jahr von Michael bei Ferrari ab.
Er beendete die Saison als WM – Dritter, hinter den Williamspiloten Hill, der dieses Jahr endlich Weltmeister wurde, und dem Newcomer Villeneuve.

1997 - Die Jagd nach seinem ausgeliehenen WM – Titel

Wie Michael vorausgesagte, hatte er den WM – Titel nur an Damon Hill ausgeliehen. Denn das des Ferrari – Teams lautete: mindestens vier Siege und um den WM – Titel mitfahren.
Der Saisonauftakt in Australien war eine Sensation. Die McLaren Silberspfeile feierten fast einen Doppelsieg. Nur Michael konnte zwischen den beiden Piloten den zweiten Platz erreichen. Sein Erzrivale Villeneuve, welcher im ersten Rennen ausschied, konnte jedoch die nächsten beiden Rennen gewinnen. Für Michael sah es jedoch schwarz aus. Mit einem fünften Platz und einem Ausfall war er überhaupt nicht zufrieden. Erst in den nächsten Rennen drehte dann die Ferrari – Crew auf. Mit einem zweiten Platz hinter Frentzen in Italien und dem sensationellen Regensieg in Monaco übernahm Schumacher wieder die Leaderposition im Klassement, weil Villeneuve in beiden Rennen nicht die Zielflagge sah. Schumacher zeigte auch seinen Spürsinn in Monaco als Meterologe. Er wechselte kurz vor dem Start auf ein Regensetup. Dem Gegner Williams lagen jedoch Wetterberichte vor, die besagten, dass es etwa nach 20 bis 30 Minuten aufhören wird zu regnen. Das Team startete mit dem Trockensetup. Als es dann nicht aufhörte, rutschten die gegnerischen Teams der Reihe nach von der Strecke! Villeneuve konnte in Barcelona wieder zu oberst auf dem Podium stehen, Schumacher mit viel Glück in Kanada. Auch konnte er in Frankreich 10 Punkte einsammeln. Michael war jetzt ganz klar WM – Favorit, denn er führte mit 14 Punkten vor Villeneuve. In Silverstone schied Schumacher in Führung liegend aus. Villeuneuve konnte mit viel Glück dieses Rennen gewinnen, denn sieben Runden vor Schluss platzte Häkkinen im Silberpfeil der Motor. Auch beim nächsten Grand Prix kam Schumi nicht auf Touren, er wurde vierter, Villeneuve konnte gewinnen. Erst beim 12. GP der Saison 97 konnte Michael, nach einem zweiten Platz in Hockenheim und einem sechsten in Monza, wieder gewinnen. Michael bewies wieder einmal bei diesem verrückten Rennen in den Ardennen, dass er im Nassen und vor allem bei wechselnden Bedingungen einfach nicht zu stoppen ist. Wobei er auch diesmal von einer richtigen Reifenwahl profitierte. Er startete vom dritten Platz aus, lag jedoch schon nach 5 Runden souverän in Führung. Riesenpech für Michael dann in Österreich und beim GP von Luxemburg.
Herber Rückschlag in Zeltweg (Ö): Nur noch ein Punkt Vorsprung auf Villeneuve. Sechster wurde Schumi, Zweiter wäre möglich gewesen, hätte er nicht ausgerechnet Frentzen unter gelber Flagge überholt und dafür eine Zehn – Sekunden Stop – and – Go – Strafe kassiert. Riesenpech in Luxemburg: Ausgerechnet eine unüberlegte Aktion seines eigenen Bruders versetzte seinen WM – Hoffnungen einen Rückschlag. Wieder fielen die Silberpfeile von Mercedes aus und darum konnte Villeneuve mit dem Sieg seine WM – Führung mit neun Punkten Vorsprung übernehmen. In den letzten beiden Rennen der Saison 97 überschlugen sich dann die Ereignisse.
In Japan sicherte das Ferrari – Teamwork Michael den Sieg. In Japan fuhr der überragende zweite Ferraripilot Irvine ein tadelloses Rennen, er überlies Schumi die Führung und machte ihm so den Weg zum Triumph frei. Damit war in jedem Fall für Spannung in Jerez gesorgt. Denn Michael kann mit einem Punkt Vorsprung nach Jerez. In Jerez war Villeneuve ganz nahe an den führenden Michael herangekommen, startete vor einer langsamen Rechtskurve seinen Angriff, bremste extrem spät, stach innen durch, war schon fast vorbei, da zog Michael mit dem Ferrari ebenfalls nach innen. Die beiden Autos berührten sich, Schumi landete im Kiesbett, Villeneuve konnte, wenn auch mit beschädigtem Auto, weiterfahren. Diese entscheidende Szene in der 48. Runde brachte Villeneuve den Weltmeister – Titel. Schumacher verlor jedoch nicht nur den WM – Titel sondern auch sein hochangesehenes Image wurde angekratzt. Als Strafe für dieses unfaire Verhalten wurden ihm alle Punkte der Saison 1997 gestrichen!

1998 – WM – Titel ist Pflicht

Mit viel Optimismus und einem klaren Ziel vor Augen startete Michael mit Ferrari in die Saison 1997. Dieses Jahr ist der WM - Titel Pflicht, nur der Titel zählt, heisst es bei Ferrari. Bei den Tests musste Michael jedoch das erste Mal schon seinen Optimismus zurückstecken. Nicht wegen seinem Dienstwagen, dem F300 mit Good Year Reifen, sondern weil die McLaren Silberpfeile mit Bridgestone Walzen die Trainingssitzungen dominierten. So auch beim ersten Grand - Prix der Saison. Michael startete nur von Platz drei aus ins Rennen, welches in Australien statt fand. In der ersten Startreihe parkierten die beiden McLaren Piloten mit mehr als einer Sekunde Vorsprung. Für Schumi war das Rennen schnell beendet, bereits nach sechs Runden explodierte ihm der Ferrari - Motor. Häkkinen gewann vor Coulthard ( beide McLaren ), dabei überrundeten die beiden den Rest der Konkurrenz. Schumi wusste nun, was er und sein Team in den nächsten Rennen leisten mussten, um den McLaren Paroli bieten zu können. Michael startete beim GP von Interlagos ( BRA ) vom vierten Startplatz aus, ganze 1,2 Sekunden hinter den McLaren, eine Welt in der Formel - 1. Das Rennen beendete er auf dem guten dritten Rang, jedoch 1 Minute hinter Häkkinen und Coulthard. Michael nach dem Rennen in Interlagos: " ... und ich hoffe, dass es uns die Veränderungen für Argentinien erlauben, den McLaren ein bisschen Paroli zu bieten - sonst schlafen uns die Jungs noch ein auf der Strecke!" Und so geschah es, Schumi konnte beim GP von Buenos Aires die Silberpfeil - Serie beenden. Er meldete sich mit einem eindrucksvollen Sieg in der Formel - 1 - Spitzengruppe zurück. Auch in Imola schlugen die Ferraripiloten vor heimischem Publikum zu. Nur der Erste Coulthard verhinderte einen Ferrari Doppelsieg in Imola. In Spanien rasten dann die McLaren Schumacher wieder auf und davon. Michael wurde wieder dritter. Ihm wurde auch der Beiname "best of the rest" gegeben. Langsam aber schwimmen die WM - Hoffnungen davon, spätestens nach dem Rennen in Monte Carlo. Schumi lag auf dem dritten Rang und wollte Wurz überholen. Die beiden berührten sich jedoch zwei Mal. Schumi fiel nach einem mehrminütigen Boxenstopp, wo er ausstieg und wieder einstieg, auf den zehnten Schlussrang zurück. Das nächste Rennen wurde in Montreal ( CDN ) ausgetragen. Michael stand hier sehr unter Druck, denn er musste hier gewinnen, um die WM noch offen zu halten. Michael startete von der dritten Position aus. Nach einem spannendem Rennen mit einem Neustart, drei Safety – Car Phasen, einer Stop – and – Go – Strafe für Schumi und eine Aufholjagd, die Schumi den Sieg brachte. Optimal für Michael, denn die beiden McLaren Mercedes schieden beide aus, darum stand jetzt Michael auf dem zweiten Zwischenrang im WM – Klassement.

Die nächsten Rennen liefen auch nach dem Geschmack von Ferrari. Mit einem bravourösen Ferraridoppelsieg in Frankreich schrumpfte der Vorsprung des Leaders Häkkinen auf Mercedes auf 6 Punkte. Während der Teamchef der Mercedestruppe , Ron Dennis, seine Truppe beruhigte, konnte Schumi auch den Grand Prix von England, dank der Paragraphen der Formel-1, für sich entscheiden. Warum dank der Paragraphen fragten sich hier viele, doch nach einem Zitat der Automobilzeitschrift Formel-1 war es wirklich so:
Um 15:15 Uhr hatte Schumi trotz geschwenkter gelber Flagge ( Überholverbot ) einen Konkurrenten überholt. Eine Minute später schickte die Rennleitung das Safety – Car auf die Piste. Die Entscheidung, gegen Schumacher eine Zehn – Sekunden – Strafe zu verhängen, wurde um 15:39 protokolliert und Ferrari um 15:46 überreicht. Dies war sechs Minuten später als das Sportgesetz vorschreibt ( innerhalb von 25 min nach dem Vergehen muss dem betroffenen Team die Strafe schriftlich mitgeteilt werden ). Die Info über die Zeitstrafe wurde auch nicht über die Zeitmonitore angezeigt. Durch die Trödelei der Kommissare war das Rennen so weit fortgeschritten, dass ein weiterer Paragraph des Formel1 – Gesetzes eintraf: Wenn eine Zeitstrafe 12 oder weniger Runden vor Rennende verhängt wird, wird diese Strafe zur Gesamtzeit des Fahrers addiert. Ferrari Rennleiter Todt fragte die Rennleitung, welcher der Paragraphen denn nun verhängt sei und die Antwort war: Stop and go, denn das Vergehen wurde ja mehr als 12 Runden vor Schluss begangen. Aber, wie gesagt, man hatte Ferrari zu spät benachrichtigt und damit gegen die eigenen Gesetze verstossen.. Ferrari wusste in den letzten Minuten des Rennens auch nicht genau, wie man sich verhalten sollte, um nicht gegen das Reglement zu verstossen und holte Schumi in der letzten Runde zum Absitzen der Strafe rein. Ob sich alle der Tatsache bewusst waren, dass Michael in der Boxeneinfahrt den Kontakt der Zeitnahme auslöste und damit für die Zeitcomputer als Sieger feststand ?"
Nach diesen Erfolgen folgten einen dritten Platz in Österreich und einen fünften Platz bei seinem Heimrennen in Deutschland. Zwei Pisten die viel Speed benötigen, über welche der Ferrari nicht verfügte. Erst beim Grossen Preis von Ungarn konnte Schumi wieder volle zehn Punkte einfahren ( Platz 1 ), dank einer strategischen Meisterleistung seines Teams. Das nächste Rennen spielte sich wieder in den Ardennen ab. Der grosse Preis von Belgien übertraf wohl jedes Rennen an Dramatik, Action und Sensationen. Ein Megacrash am Start, widrige Wetterumstände, die nur schwer zu beherrschen waren und ein überlegener Michael Schumacher, der wie ein Gott über das Wasser schritt und 40 Sekunden Vorsprung herausfuhr. Alles wäre gut verlaufen für den Champion, wenn da nicht die 26. Runde gewesen wäre ! Schumi überrundet den Teamkollegen von Häkkinen, Coulthard. Eine lange Gerade, zwei Formel – 1 Boliden mit Wahnsinnsgeschwindigkeit. Dann die entscheidende Szene: Als der Regengott überrunden will, prallt er mit voller Wucht ins Heck des Mercedespiloten Coulthard. Die Welt fragt sich heute noch, war es Absicht oder ein ganz gewöhnlicher Auffahrunfall.....??

Langsam aber sicher zählt nun jeder Punkt im Titelkampf, vorallem nach dem Schumi im Heimatland der Ferraris gewinnen konnte. Gleichauf waren nun die beiden Spitzenpiloten Schumacher und Häkkinen. Dann das zweitletzte Rennen, das sich in Luxemburg abspielte. Alles deutete auf Schumi, denn die beiden Ferraris standen bei der Startaufstellung in Reihe 1, Häkkinen folgte auf Rang 3. Leider glichen sich die Startaufstellung und das Schlussresultat nicht. Häkkinen konnte das Rennen vor Michael für sich entscheiden.

Nun hatte der Finne vier Punkte Vorsprung. Das letzte Rennen wurde im Land der aufgehenden Sonne bestritten. Wiederum konnte Michael sich die Pole – Position erkämpfen, es sollte jedoch das einzige positive für Schumi und seine Fans an diesem Wochende bleiben. Denn Michael musste nach dem er den Motor am Start abgewürgt hatte, von ganz hinten starten und fiel, nach einer eindrucksvollen Aufholjagd mit Reifenplatzer in Runde 32 aus. Mika Häkkinen war so noch vor der Zielflagge Formel – 1 Weltmeister 1998 und beendete die Saison mit seinem achten Sieg. Schade für die Ferraristis aus Italien, aber Schumi hatte ohnehin mehr erreicht in dieser Saison als erreichbar gewesen wäre !


Schumi wird in der Schweiz sesshaft

"In der Schweiz kann man als Autorennfahrer noch unbehelligt leben, in der Schweiz gibt es wunderschöne Ecken, da möchte ich wohnen..." sagte einmal Schumacher. Monaco ist zwar ein Steuerparadies, aber eher früher als später, zieht es auch die Monaco – Stars wieder weg. Sie wollen weg aus den Häuserschluchten des Fürstentums, und Mega – Stars wie Michael wollen dann dort leben, wo sie sich eine höhere Lebensqualität erhoffen.
Michael Schumacher hat sich in Vufflens-le-Château, am Südufer des Genfersees, ein neues Zuhause gesucht.. In seiner unmittelbaren Nachbarschaft lebt auch der vierfache Automobilweltmeister Alain Prost. Das neue Haus wurde gemietet, denn er offenbart: "Ich glaube nicht, dass die Schweiz meine letzte Station in der Schweiz sein wird." Er spricht nicht französisch. Der Traum vom eigenen Bauernhof wird weiter geträumt.

Michael Schumacher – Steckbrief

Geburtstag:

3. Januar 1969

jetziges Alter:

29 Jahre

Geburtsort:

Hürth-Hermühlheim

Herkunftsland:

Deutschland

Wohnort:

Schweiz

aktuelles Team:

Ferrari

aktiv seit:

1991

Familienstand:

verheiratet mit Corinna ( geb. Betsch )

seit 1.8.1995

Konfession:

römisch - katholisch

Kinder:

Gina Maria ( 20.2.97 )

Grösse:

1,74 m

Gewicht:

70 kg

erlernter Beruf:

Automechaniker

Hobbys:

Go – Kart fahren, Motorrad Yachting,

Mountain – Bike, Fussball, Hunde

Lieblingsmusik:

Rock, Tanzmusik

Lieblingsinterpreten:

Michael Jackson, Phil Colins, Tina Turner

Lieblingsgetränk:

Apfelsaft – Schorle, Mineralwasser

Lieblingsspeise:

italienische Küche

Michael Schumacher wurde 1995 zum Botschafter der UNESCO ( die für Erziehung, Wissenschaft und Kultur zuständige Organisation der UN ) ernannt. Sein Traum war es schon immer, die Welt gerechter zu machen. Er hasst es, wenn Kinder nicht genügend zu essen haben und unter schwierigen Bedingungen leben müssen. Jetzt, wo er viel mehr Geld verdient, als er jemals ausgeben wird, trägt er seinen Teil dazu bei, die soziale Ungerechtigkeit in der Welt abzubauen.

Seine exklusiven Spielsachen

Sobald Michael finanzielle Sicherheit gewann, erfüllte er sich einige Träume und fing an, exklusive Spielsachen zu sammeln. Anfang 1994 erstand er eine 1400cc Harley Chopper und mit Corinna im Sozius rasten die beiden die Cote d’Azur auf und ab. Dann fing er an, seiner Sammlung von Luxusartikeln einen Mercedes SL 500, einen Ferrari F40 und einen Bugatti hinzufügen. Als Ausgleich schlenderten er und seine Frau Corinna aber auch oft mit ihrem Westhighlandterrier am Meer entlang.

Sein Fitnesstraining

Schumacher nahm sein Fitnesstraining schon immer extrem ernst. Manchmal trainierte er bis zu fünf Stunden am Tag ( zum Vergleich: der junge Arnold Schwarzenegger verbrachte sechs Stunden täglich im Fitnessstudio ). Heute stellt Ferrari dem Doppelweltmeister ein rollendes Fitnessstudio zur Verfügung!
Harry Hawelka ist Michaels Fitnesstrainer, Ernährungsberater, Masseur, Vertrauter und Freund. Er ist zuständig dafür, dass Michael nicht Übergewicht kriegt. Michael hält sich strikt an die Hawelka – Diäten.

Das Fan – Imperium Schumi

Mit seinem Erfolg und Ruhm macht der Wahlschweizer jedem anderen Sportler Konkurrenz. Die Michael Schumacher Verkaufskollektion mit allem, von Kappen und Klamotten über Badezeug und Parfum bis zu Spielzeug und Souvenirs, wurde von den Fans begeistert begrüsst. In seinem eigenen Magazin, dem Michael Schumacher Magazin, wimmelt es auf jeder Seite nur so von Fanartikeln.

Die persönliche Meinung zu Michael Schumacher von Simon Häni

Meiner Meinung nach ist Schumi im Moment der beste Rennfahrer in der Fomel – 1, auch wenn er den McLaren Mercedes nachfährt. Die Qualifings beweisen die Topform von Michael. Er ist jeweils bis zu einer knappen Sekunde vor seinem Teamkollegen Irvine, der im selben Wagen sitzt. Es gibt sicherlich auch andere Talente in der Formel – 1. Bei Schumacher jedoch stimmt das ganze Paket. Er fährt am Besten, absolviert seinen Boxenstop genau im richtigen Augenblick und versteht auch die Technik des Ferraris. Er schafft es eben, ein Team um sich aufzubauen. Alles stimmt für ihn im Team, das bewies er wohl mit Benetton 1995. Er konnte in diesem Jahr neun Siege einfahren, ein Jahr später ohne Schumacher war die Anzahl der Siege gleich Null.
Natürlich sind auch Zweifel an Schumi. So auch die WM Entscheidung 1994, als er einen kleinen Fehler machte und nachher doch noch mit viel Glück die WM gewann. Fast die gleiche Situation stellte sich 1997 ein. Schumacher führte mit einem Punkt im Klassement. Wieder machte er einen kleinen Fehler, wurde überholt und weil er in unfairer Weise nach innen zog, landete er im Kiesbett. Der einzige Unterschied: Villeneuve konnte weiterfahren und das Rennen als dritter abschliessen. Villeneuve wurde Weltmeister.
Auch dieses Jahr gewann er bisher sein einziges Rennen nur durch einen Rempler mit Coulthard.
Diese kleinen Beispiele zeigen jedoch auch, dass Michael auch nur ein Mensch ist und kein Computer. Menschen dürfen Fehler machen! Durch diese Fehler hat Schumi wohl auch so viele Kritiker gewonnen. Doch an die beiden Weltmeistertitel und an die Siege mit dem schwachen Ferrari denken diese natürlich nicht.
Für mich bleibt Schumi der beste Fahrer in der Formel – 1, und ich bin mir sicher dass Schumi noch einen weiteren Titel holen wird.

Lexikon

Boxenstop

Während eines Rennen kommt das Fahrzeug an die Box, wo in möglichst kurzer Zeit kleinere Reparaturen und Reifenwechsel vorgenommen werden oder nachgetankt wird.


FIA

Fédération Internationale de l’automobile - Internationaler Automobildachverband mit Sitz in Paris.

Pole Position

Dies ist der beste Startplatz in einem Rennen, der jeweils vom Trainingsschnellsten besetzt wird.

Aufwärmrunde

Alle Teilnehmer eines Rennens müssen vor dem eigentlichen Rennstart eine Runde drehen, in welcher überholen verboten ist.

gelbe Flagge

bedeutet Gefahr, langsam fahren, nicht überholen

bei Missachtung von Flaggen Ô Stop – and – Go – Strafe = 10 Sekunden in der Box absitzen

Technische Daten zu Autos

Formel – Ford: 1800 ccm, 140 PS

Formel König: 1296 ccm, 115 PS

Formel – 1: 3000 ccm, 700 PS

Slicks = Trockenreifen

Setup = Einstellungen am Rennwagen

Safety – Car

Wird bei einem schwereren Unfall auf die Strecke geschickt. Die Piloten müssen sich hinter diesem Auto dann einreihen, überholen ist verboten.